Pâtisserie – 5. Rang: Marius Kamber

3. Dezember 2018
Marius Kamber setzt auf gute Produkte, will alles über Kulinarik wissen und brilliert als experimentierfreudiger Stilmixer.
Geboren am: 8. März 1993
Pâtissier
Hotel Widder, Zürich

 

Konzentriert hält sich Marius Kamber ein Stück Schokolade neben sein Ohr und zerbricht es. «Schön», stellt er fest. Und der Beobachter weiss: Aha, Profi am Werk. Der 25-Jährige grinst: «Ich geb’s zu, ich bin besessen von guten Produkten.» Und er sagt auch von sich selbst, er sei «gierig» darauf, mehr über Kulinarik zu erfahren. Er habe weniger das Ziel, dereinst ein eigenes Geschäft zu führen oder in einem namhaften Restaurant zu arbeiten: «Mein Ziel ist es eigentlich nur, möglichst viel über das Kochen zu wissen und zu lernen.» 

So entschied er sich auch, in seinem Dessert Arve zu verwenden. «Irgendwie – aber ich hatte keine Ahnung, wie man damit umgehen soll und kann.» Kamber liebt es, verschiedene Stile zu mixen. In seinen Desserts trifft schon mal Frankreich auf Japan, Molekularküche auf klassisches Handwerk. Eines Tages aber möchte er noch für einige Zeit nach Dänemark. «Irgendwann möchte ich nach Kopenhagen und dort in einem der namhaften Restaurants arbeiten – und sei es nur als Stage.»

Immer in meinem Kühlschrank sind

Saisonale Früchte und Gemüse, helle Misopaste, Sauerrahm.

NIE essen würde ich

Ich finde, man sollte immer alles einmal probieren. Bisher war ich nie mit etwas  konfrontiert, das ich nicht versucht hätte.

Das bin ich 

Ich bin sehr begeisterungsfähig. Und wenn ich für etwas brenne, rutschen andere Dinge schnell einmal in den Hintergrund.

Mein grösstes Missgeschick

In der Lehre habe ich einen grossen Topf mit kochend heisser Kürbissuppe über mich geschüttet. Die Folgen: ein Trip im Krankenwagen und eine 14-tägige Krankschreibung.

Mit diesem Menschen möchte ich mal einen Tag verbringen 

Da gibt es viele Kandidaten, vielleicht René Redzepi, Jordi Roca oder Cédric Grolet.

Meine Stadt

Luzern. Ganz klar. Ich habe dort fast zwei Jahre gelebt und auch sonst sehr viel Zeit verbracht und bin immer wieder gern dort. Luzern hat Charme, die richtige Grösse und ist einfach wunderschön.

Arve – Engadiner Honig – schwarze Johannisbeere

Und hier gehts zum Rezept

 

Text: Regula Bättig