Küche – 5. Rang: Valentino Cairati

3. Dezember 2018
Für den jungen Zürcher ist das Kochen ein Traumjob. Stress wischt er weg, lieber jongliert er freudig mit Aromen und Harmonien.
Geboren am: 21. Februar 1993
Souschef, Restaurant zum alten Löwen,
Zürich

 

Valentino Cairati war selig: «Das Thema fand ich von Anfang an cool», sagt er. Zum Engadin habe er eine starke Verbindung: Ferien in Sils Maria. Der See, Wandern, Skifahren. Das Kopfkino startete sofort, das Aufspüren der passenden Produkte hingegen war Knochenarbeit. Doch wer sucht, der findet. «Sogar Artischocken», sagt Cairati und lacht. «In Lavin.» Seinen Stil bezeichnet der 25-Jährige als «einfach»: «Ich mag bodenständige Gerichte.» Doch immer sucht er die Harmonie der Aromen. «Es soll jede Facette da sein: süss, sauer, salzig, bitter.»

Für den jungen Zürcher ist das Kochen weitaus mehr als Broterwerb. Er spricht von Traumjob. Und die negativen Seiten? Die langen Tage, der Stress? Cairati winkt ab. Das sei alles gar nicht so schlimm. «Ich fühle mich im Gastgewerbe zu Hause: Die Kollegen sind für mich so etwas wie eine Familie.» Dann ist es wohl die Bruderrivalität, die Cairati antreibt, regelmässig bei Wettbewerben anzutreten? «Für mich ist es ein Kick», sagt er. «Hier kann ich zeigen, was ich draufhabe.»

 

Immer in meinem Kühlschrank sind

Salat, Fruchtsaft, Sauerteig.

NIE essen würde ich

Surströmming.

Das bin ich

Immer am Ball und auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

Mein grösstes Missgeschick

«Oops, I dropped the Hollandaise …» Während meiner Lehre habe ich kurz vor dem Schicken bei einem Bankett für 80 Personen die komplette Sauce Hollandaise verschüttet.

Mit diesem Menschen möchte ich mal einen Tag verbringen

Mit Massimo Bottura oder Gary Vaynerchuk.

Meine Stadt

Barcelona. Da gibt es an jeder Ecke etwas Leckeres zu essen.

 

Fat da las Montagnas

Und hier gehts zum Rezept

 

Text: Regula Bättig