Früh begeistert sich

28. Mai 2026

Ein Projekt macht Schule: Mit Klassen­gastro feiern die kantonalen Gastrover­bände in Bern und Graubünden durchschlagenden Erfolg.

Sehr wertvoll und nützlich»: Sarah Stübi nimmt vorweg, was sie von Klassengastro hält. Die Direktorin Restauration im Gasthof Schützen Steffisburg, weiss, wovon sie spricht: Seit April 2023 beteiligt sich der Betrieb am Projekt, heisst jährlich eine Schulklasse aus der Region willkommen, die das Restaurant unter fachkundiger Anleitung vorübergehend übernimmt (siehe Box).

Initiiert hat das Projekt Gastro Bern vor rund fünf Jahren in der Sektion Oberland West. «Wir möchten damit die Begeisterung für die Branche wecken, berufliche Perspektiven aufzeigen und den direkten Kontakt zu motivierten Betrieben fördern», fasst Reto Blaser zusammen. Der Leiter Nachwuchsförderung selbst ist das beste Beispiel dafür, dass ein solches Konzept funktioniert. Vor mehr als 25 Jahren, erinnert er sich, habe er im Rahmen einer Berufswahlprojektwoche gemeinsam mit seiner Klasse einen Restaurationsbetrieb geführt. Der Einblick begeisterte, Blaser absolvierte tatsächlich die Ausbildung zum Koch und entdeckte seine Leidenschaft fürdie Gastronomie.

Nachahmen erwünscht

Genau darum geht es nun, ein Vierteljahrhundert später und im Angesicht eines sich akzentuierenden Fachkräftemangels, auch bei Klassengastro. «Wenn wir junge Menschen für eine Berufsausbildung im Gastgewerbe gewinnen möchten, müssen wir in ihnen das Feuer für unsere Branche entfachen. Oder mindestens ein Flämmchen», sagt dazu Marc Tischhauser, Geschäftsführer von Gastro Graubünden. Und ist überzeugt, dass das mit Klassengastro gelingen kann: «Die Schülerinnen und Schüler erleben (…)

Die ganze Geschichte und mehr zum Konzept Klassengastro lesen Sie in unserer aktuellen Ausgabe marmite professional  01/2026.

Text: Sarah Kohler

Bilder: Martin Hoch, Rebecca Doll, ZVG

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