Frisches aus dem Frühlingsgarten 

18. April 2026

Zweimal im Jahr lädet der Zürcher Engrosmarkt die Öffentlichkeit zur Besichtigung. Früh aufstehen lohnt sich!

Zürcher Engrosmarkt, morgens kurz nach vier: Die längste Schlange weit und breit steht am Stand des marmite youngster. Nino Schüpbach und Lukas-Trachsel sorgen am traditionellen Frühlingsevent der Location fürs leibliche Wohl der Mitarbeiter und Besucherinnen. Auf dem Menü: Suppe vom weissen Spargel mit Haselnüssen und Blaubeeren, Fregola Sarda mit Bärlauch, Sbrinzcreme und Sbrinzsteinen sowie Laugenknödel mit fermentiertem Spargelragout, Kräutersalat und marinierten Erdbeeren. Die Auswahl passt nicht nur bestens zum saisonalen Motto des Events («Spargel, Bärlauch und Beeren»), sondern kommt auch geschmacklichrichtig gut an: Das zeigen die vielen Komplimente an die jungen Köche deutlich. «Einmal von allem, bitte!» Es wird beherzt zugelangt. 

Überhaupt herrscht im Zürcher Engrosmarkt gestern in den frühen Morgenstunden eine aufgeräumte Stimmung: Während das Tagesgeschäft seinen gewohnten Gang geht, schlendern rund 250 Gäste entspannt durch die Halle, inspizieren das Angebot an Frischprodukten, kommen mit den Händlern und Mitarbeitenden ins Gespräch. An diversen Ständen gibt es kulinarische Kleinigkeiten zu probieren – und allerlei Wissenswertes zu erfahren.  

Und das Fachpublikum ist neugierig, hat Fragen. «Wir stellen fest, wie gross das Interesse an Früchten, Gemüsen, an Frischprodukten und Lebensmitteln ist», resümiert Geschäftsleiter Ueli Bleiker. «Die Leute wollen verstehen, was dahintersteckt.» Mit dem Format des Frühlingsevents werde man genau diesem Bedürfnis gerecht: «Wir bieten Aufklärung und Information.» Vom regen Interesse am «Bauch von Zürich», wie der Engrosmarkt auch genannt wird, zeugt auch die wachsende Zahl an Anmeldungen für die Führungen hinter die Kulissen. Neun Gruppen nehmen die Verantwortlichen des Zürcher Engrosmarkts an diesem Morgen mit auf eine Tour, versorgen sie mit beeindruckenden Fakten, bieten überraschende Einblicke – und machen die Dimensionen des Unternehmens erlebbar. 

Ein Erlebnis war der Morgen auch für die beiden marmite youngster. «Es war sehr spannend», so das Fazit von Trachsel, der beim marmite youngster 2022 den dritten Platz in der Kategorie Küche belegte. Heute arbeitet er als Fachlehrer an der Berufsschule in Interlaken und verantwortet bei der Siloah die Bereiche Catering und Mahlzeitendienst. «Und wir hatten sehr gute Unterstützung vom Team hier vor Ort!» Auch Schüpbach, amtierender marmite-youngster-Sieger in der Kategorie Küche und beruflich kurz vor dem Wechsel ins Schloss Schauenstein, ist voll des Lobes. Sein Fazit, morgens früh um sieben: «Es hat sehr viel Spass gemacht – und wir haben schöne Produkte gesehen.»  

Text: Sarah Kohler 

Fotos: Samir Seghrouchni 

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