Tessinerin gewinnt den «gusto»

5. März 2021

Zum ersten Mal ist eine Tessinerin die beste Kochlernende der Schweiz! Dalila Zambelli vom Waffenplatz Isone überzeugte die Jury während des zweitägigen Finals am meisten. Den zweiten Rang erreichte Seline Grossenbacher vom Restaurant Stucki, dicht gefolgt von Luca Heiniger vom Restaurant Panorama Hartlisberg auf dem dritten Platz.

Dalila Zambelli vom Waffenplatz Isone konnte ihr Glück kaum fassen, als Sven Epiney ihren Namen als Siegerin von «gusto21» verkündete. Nur wenige Stunden zuvor war das letzte Gericht der diesjährigen Schweizer Meisterschaft für Kochlernende angerichtet und von der Jury bewertet worden, als am 3. und 4. März neun junge Kochtalente aus dem zweiten und dritten Lehrjahr in Baden zum finalen Wettkochen antraten.

Über Monate hinweg hatten sie bis dahin an ihren Gerichten getüftelt: Jeweils eine Vorspeise und eine Hauptspeise, die unter anderem Fisch beziehungsweise Mastgeflügel enthalten mussten, zubereitet mit verschiedenen Kochtechniken. Im Dezember hatten sie sich mit ihren Einsendungen für das Finale qualifiziert. Nun also mussten sie ihr Können live in der Wettkampfküche unter Beweis stellen und ihre Gerichte innerhalb von insgesamt drei Stunden auf die Teller bringen.

Die Sieger-Vorspeise: Zander-Bällchen mit Mandel-Kruste, Zander-Petersilien-Mosaik, dazu Peperoni-Panna-Cotta und Gemüsesalat.

Die spätere Siegerin überzeugte dabei mit Zander-Bällchen mit Mandel-Kruste, Zander-Petersilien-Mosaik, Peperoni-Panna-Cotta und Gemüsesalat zur Vorspeise. Als Hauptgang servierte sie Poulet- und Wachtelschenkel sowie Yin und Yang von Poulet und Wachtel gefüllt mit Pilzen, dazu Zucchiniblüte, Kürbisssalat, Kartoffel- und Kürbispüree.

Der Sieger-Hauptgang: Poulet- und Wachtelschenkel sowie Yin und Yang von Poulet und Wachtel gefüllt mit Pilzen, dazu Zucchiniblüte, Kürbisssalat, Kartoffel- und Kürbispüree.

Damit ist die 20-Jährige nun nicht nur offiziell als erste Tessinerin die beste Kochlernende der Schweiz, sondern gewinnt auch einen zweiwöchigen Aufenthalt in Shanghai und Peking mit spannenden Einblicken in renommierte Gastronomiebetriebe.

Auf dem zweiten Platz landete Seline Grossenbacher vom Restaurant Stucki, die als Preis einen einwöchigen Aufenthalt in Wien erhält. Dritter wurde Luca Heiniger vom Restaurant Panorama Hartlisberg. Er darf während einer Woche die kulinarische Welt in und um Ascona erkunden.


Die «gusto21»-Rangliste

Die drei Erstplatzierten (v.l.n.r.): Seline Grossenbacher (2. Platz), Dalila Zambelli (1. Platz), Luca Heiniger (3. Platz)

1. Dalila Zambelli, Waffenplatz Isone, Isone

2. Seline Grossenbacher, Restaurant Stucki, Basel

3. Luca Heiniger, Restaurant Panorama Hartlisberg, Steffisburg

ex aequo im 4. Rang (in alphabetischer Reihenfolge):

Ramona Dänzer, Betagtenzentrum Laupen, Laupen
Giulian Dattilo, Brüderli Gastronomie, Pratteln
Martina Manzione, Waffenplatz Thun, Thun
Chiara Raetzo, Restaurant Zum brennenden Herz, Rechthalten
Silvan Saxer, Gasthof zum Schützen, Aarau
Benjamin Voegtlin, Hotel Restaurant Eichberg, Seengen


Wettkochen unter besonderen Umständen

Die diesjährige «gusto»-Ausgabe fand unter besonderen Umständen statt. So kochten erstmals nicht alle Finalteilnehmenden gleichzeitig ihre Menus, sondern in drei Gruppen verteilt auf zwei Tage. Ausserdem wurden die Jury verkleinert und die Wettkampfküche mit Plexiglas unterteilt, so dass sämtliche Corona-Schutzmassnahmen jederzeit eingehalten werden konnten. Anstatt im Rahmen eines Galaabends wurde die Rangverkündigung ausserdem direkt nach dem Wettkochen in der Aula der Berufsfachschule Baden (BBB) durchgeführt, und dies unter Ausschluss der Öffentlichkeit.

«Nachdem im vergangenen Jahr die Schweizer Meisterschaft für Kochlernende wegen Covid-19 abgesagt werden musste», freute sich Philipp Dautzenberg, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Belieferungs- und Abholgrosshändler Transgourmet/Prodega, «sind wir aber froh, dass 2021 wieder neun Talente ihr Können bei ‹gusto› präsentieren konnten. Ein wichtiger Anlass für die Lernenden, gerade in solchen Zeiten, wenn die Möglichkeiten andernorts eingeschränkt sind. Und schliesslich haben sie sich bereits seit Monaten grösstenteils in ihrer Freizeit auf diesen Wettbewerb vorbereitet.»

Transgourmet/Prodega führte «gusto» unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes bereits zum 16. Mal durch. Eine wichtige Plattform, die schon oft der erste Schritt zu einer grossen Kochkarriere war. So finden sich auch in der erst kürzlich wieder neu zusammengestellten Junioren-Kochnationalmannschaft wiederum zwei Mitglieder, die hier ihre ersten Erfahrungen gesammelt haben: «gusto19»-Siegerin Laura Loosli und «gusto19»-Finalist Tom Walter.


Nachhaltige Jugendförderung

«gusto» ist die Schweizer Meisterschaft für Kochlernende im 2. und 3. Lehrjahr. Organisiert wird diese von Transgourmet/Prodega unter dem Patronat des Schweizer Kochverbandes. Möglich ist die Durchführung von «gusto» nur dank der grosszügigen Unterstützung vieler Sponsoren aus Industrie und Handel. Neben Bell, Emmi, Kadi, Valser und Mercedes-Benz Trucks Schweiz, die sich als Leading Partner engagieren, steuern weitere Sponsoren wichtige Unterstützung zur Durchführung des Anlasses bei.

Mit «gusto» setzt sich der Belieferungs- und Abholgrosshändler Transgourmet/Prodega für eine nachhaltige Berufsbildung und die Zukunft der Kochbranche ein. Die Meisterschaft ist die ideale Vorbereitung auf die Lehrabschlussprüfung. Gleichzeitig sammeln die jungen Talente hier wichtige Erfahrungen für ihr späteres Berufsleben und können sich im Rahmen des Wettbewerbs einem breiten Publikum präsentieren.

Diese frühe Förderung von Kochtalenten hat sich in den letzten Jahren mehr als bewährt. So knüpften Finalteilnehmende bei oder dank «gusto» immer wieder Kontakte zu späteren Arbeitgebern oder schafften den Sprung in die Schweizer Junioren-Kochnationalmannschaft.

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